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Mobilität gestern - heute - morgen

Der Automobilclub ACS der Sektion St.Gallen-Appenzell hat kürzlich seine 112. Generalversammlung in Wil durchgeführt. Neben den Geschäftstraktanden stand vorab die Mobilität unserer Gesellschaft im Vordergrund.

Wil Die Freude des Präsidenten, Manfred Trütsch, galt drei Hauptakzenten. Zum einen fand sich politische Prominenz aus Kanton und Bund im Saal ein, dann stellte er den Neuzugang von 884 Neumitgliedern fest und schliesslich konnte er den hochkarätigen Referenten, Prof. Dr. Christian Lässer, von der Uni St. Gallen begrüssen. Das Kernthema Mobilität stand nicht zuletzt im Zeichen der bevorstehenden Volksabstimmung, welche unter der Affiche «Milchkuhinitiative» die künftige Verteilung der Treibstoffabgaben regeln soll. Trütsch verwies auf die Tatsache, dass die Bahn mit FABI (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) bereits ihren Fonds habe, die Strasse hingegen noch nicht. Mit der Abstimmung vom 5. Juni sei es möglich, mit einem Ja die Weichen für die mobile Zukunft vorteilhaft zu stellen. Professor Lässer erläuterte die Mobilität in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung nach geschichtlichen, aktuellen sowie visionären Kriterien. Wo immer Menschen ansässig waren und in irgendeiner Form Handel trieben, kam dem Reisen eine zentrale Funktion zu. Über die Jahrtausende wuchs die Intensität kontinuierlich an und gelangte jüngst zu einem wahren Exploit. Man sei sich bewusst, dass die Mobilität ein Grundpfeiler von Handel, Entwicklung, Erfolg und letztlich Wohlstand sei. Gerade deshalb zeigen die Visionen auf eine weitere Verdichtung dieses Trends hin, sodass man sich fortschrittsbewusst darauf einzurichten habe. Die Staus auf den Strassen seien hierfür als Leitbilder weder wünschbar noch tauglich. Der ACS Schweiz hat deshalb guten Grund, das Ja zur «Volksinitiative für eine faire Verkehrsfinanzierung» oder eben zur Milchkuhinitiative wärmstens zu empfehlen.

Andreas Wöllner/mmd 


Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 26. Mai 2016, Seite 18