E-Paper - 09. Juni 2016
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Schöne Holzböden verleihen Räumen einen zeitlosen Charme

Von Natur aus schick und nachhaltig

Ob Stäbchen, Fischgrat oder als Intarsienarbeit Parkett ist vielseitig. Der Bodenbelag aus Holz gilt noch immer als der repräsentativste unter den Fussböden.

Parkett besteht aus massiven Hartholzelementen oder mit Hartholz furniertem Weichholz. Grundsätzlich kann man bei Parkett zwischen Einschicht- und Mehrschichtparkett unterscheiden. Während das einschichtige Parkett aus massivem Vollholz besteht, setzt sich das mehrschichtige Parkett aus zwei oder drei Schichten zusammen, wobei die Deckschicht ebenfalls Vollholz ist. Je dicker die Vollholzschicht des Parketts ist, desto öfter kann man es abschleifen und neu versiegeln.

Hat man sich für die Holzsorte entschieden, geht es an das Verlegemuster des Parketts. Es gibt zahlreiche Varianten vom klassischen Ein-Stab-Parkett über Fischgratparkett bis hin zu Parkett mit Flechtstruktur. Die einzelnen Parkettstreifen können in unterschiedlichen Mustern zusammengesetzt werden. Traditionell wird Parkett auch heute noch mittels Nut und Feder, einer Spundung oder via Klicksystem miteinander fixiert. Es kann sowohl vollflächig auf dem Untergrund verklebt als auch schwimmend verlegt werden.

Da Parkett aus dem Naturprodukt Holz besteht, gibt es Schall und Trittgeräusche weiter. So ist eine Trittschalldämmung als Unterlage empfehlenswert. Gegen aufsteigende Feuchtigkeit schützt eine PE-Folie und verhindert das Aufquellen des Parkettbodens. Aufgrund der hervorragenden Wärmeleitfähigkeit ist Parkett besonders gut für eine Fussbodenheizung geeignet.

Versiegelung des Parketts

Erst die richtige Versiegelung macht aus Parkett einen widerstandsfähigen Bodenbelag. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Bei Ölen wird zwischen nicht aushärtenden Ölen und aushärtenden Ölen unterschieden. Beide Systeme bilden keine geschlossene Schicht, sondern stellen vielmehr eine offenporige Imprägnierung dar. Das Holz kann atmen, ist allerdings auch anfällig gegenüber Wasser, Fettspritzern oder anderen Verunreinigungen. Eine Alternative zu reinen Ölen sind Öl-Wachs-Systeme. Hier dringt das Öl tief in die Poren des Parketts ein, während das Wachs auf der Oberfläche bleibt. Es wirkt dort rutschhemmend, schmutz- und wasserabweisend. Ähnlich wirken auch Öl-Kunstharzsiegel. Diese enthalten jedoch Lösungsmittel, die beim Aushärten an die Luft abgegeben werden. Auf dem Parkett bildet sich ein fester, wasserbeständiger und mechanisch widerstandsfähiger Film.

Parkett lässt sich auch durch Wachs allein versiegeln. Dieses wirkt wasserabstossend und schützt das Parkett vor Verschmutzung sowie vor Abrieb. Man unterscheidet hier zwischen Kaltwachsen und Warmwachsen. Neben den natürlichen Ölen und Wachsen gewinnen Wasserlacke für Parkett eine zunehmende Bedeutung. Sie enthalten einen geringen Anteil an Lösemittel, bieten einen ausreichenden Schutz, sind einfach zu verarbeiten sowie nicht entflammbar.

pd/sur 

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 9. Juni 2016, Seite 24 (51 Views)

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