E-Paper - 23. Juni 2016
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Gegen die

Vernunft immun

Ob in Gedanken, spät dran oder schlicht die runde rote Tempo-Tafel nicht gesehen: Jeder Auto- oder Motorradfahrer ertappt sich früher oder später einmal beim Schnellfahren. Dann wird sofort das Tempo gedrosselt und gehofft, dass kein Radar an der soeben passierten Strecke stand. Ganz anders sind jene, die bewusst zu schnell fahren. Sie tun es fast immer, wenn sie mit ihren Fahrzeugen unterwegs sind. Und sie tun es gern. Dass es mit einem Versehen wenig gemein hat, zeigt das Beispiel der Niederbürerstrasse von Oberbüren nach Niederbüren. Ein Blick auf die Geschwindigkeitsmessungen der letzten drei Jahre macht deutlich, dass trotz regelmässigen Kontrollen dort weiter gerast wird. Dabei sind keine Tempoüberschreitungen von fünf oder zehn Stundenkilometern die Regel. Nein, in der 80er Zone brettert so gut wie jeder Temposünder mit mindestens 20 km/h zu viel auf dem Tacho am Messgerät der Polizei vorbei. Ein junger Motorradfahrer fuhr am 9. Juni sogar mit 171 km/h, also fast 100 km/h zu schnell (Seite 31). Der Strassenverkehr fordert so oder so bereits genügend Tote und Verletzte. Muss denn immer erst etwas passieren? Nicht weniger oft ist zu lesen, dass der Raser bei einem Unfall überlebt, Unschuldige aber ihr Leben lassen. Für seinen Bleifuss wird er zwar bestraft, bezahlt einen Haufen Geld oder muss sogar für einige Zeit ins Gefängnis. Doch das alles geht vorbei. Die Angehörigen des Opfers aber leiden ein Leben lang.

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 23. Juni 2016, Seite 1 (17 Views)

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