E-Paper - 21. Juni 2018
Wil
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Verschiedene Lesermeinungen:

Radfahrer und Trottoir, ein ständiges Ärgernis

Letzten Fr.-Na, Bronschhoferstrasse,  stadtauswärts, Höhe neues Polizeigebäude. Schönes Wetter, kein Schnee oder Eis, wenig Verkehr. Links/rechts, bestens markierte Velostreifen. Keine Gefahr weit und breit, beste Sichtverhältnisse. In hohem Tempo fahren mir zwei Buben auf dem Gehweg entgegen, der eine links, der andere rechts. Beide in der Erwartung, dass ich gefälligst auf die Seite zu gehen habe. Tue ich diesmal aber nicht, sondern stelle mich ihnen den Weg (Vollbremsung des Einen) und komplettes Erstaunen. Üble Beschimpfungen,  was mir einfalle, sie am Weiterfahren zu hindern. Weiterfahrt nach einiger Zeit, selbstverständlich auf dem Trottoir, logisch. Eine Minute später der Nächste: Ca. 50/55 Jahre alt, mitten auf dem Trottoir, auch er macht keine Anstalten, sein Tempo zu drosseln, fährt stur auf mich zu. Auch ihn halte ich an. Gleiches Resultat: Erstaunen ab meiner «Dreistheit», Beschimpfung, alle möglichen Ausreden. Bei allen drei nicht das mindeste Unrechtsbewusstsein, im Gegenteil. Ich bin der «Bösewicht». Diese Gruppe von Verkehrsteilnehmern gehört nach meiner Erfahrung zu den Uneinsichtigsten/Frechsten, die ich kennengelernt habe, fast ohne Ausnahme. Auch die Androhung von Schlägen gehört dazu. An alle, die sich so verhalten: Warum fordern Sie Rücksichtnahme von Autofahrern, Lastwagen und stärkeren Verkehrsteilnehmern, wenn Sie genau dieses Recht, dem schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich dem Fussgänger, ständig vorenthalten? Für Ihr rücksichtsloses, egoistisches Verhalten fehlt mir jede Art von Verständnis. Bleiben Sie besser zuhause oder nehmen Sie den Bus, wenn Sie anderen die einfachsten Rechte dauernd und mit der grössten Selbstverständlichkeit beschneiden. Alles klar?

René Krison, Wil

Ausgabe WN KW 24

«Die LKWs holen uns mitten in der Nacht aus dem Schlaf»

Gehrenstrasse, Flawil Familie Piccioli

Gespannt habe ich den Artikel gelesen und muss sagen, dass in der Gemeinde Flawil was diese Angelegenheit betrifft einiges falsch läuft. Der Bauer Manser hat einen neuen Hof gebaut, da der alte nicht mehr vorschriftsmässig war. Wohnen tut die Familie Manser an der Degersheimerstrasse. Von der Degersheimerstrasse kann der Bauer direkt zum neuen Hof ohne die Gehrenstrasse zu nutzen fahren. Familie Manser ist auch Eigentümer eines Mehrfamilienhauses an der Gehrenstrasse. Jetzt wo die Gehrenstrasse neu renoviert werden sollte, hatte Herr Manser Einspruch erhoben, da er sich an den Kosten beteiligen müsste. Grund der Einsprache sei auch das er diese Strasse nicht brauche (nutze). Dies nur weil er die Unkosten nicht selbst tragen will. Warum fährt den der Bauer täglich die Gehrenstrasse rauf und runter? Könnte ja über seine Brücke über den alten Bauernhof auf die Degersheimerstrasse fahren und nicht die schmale Gehrenstrasse benutzen. Es hat ja zum Glück auch klein Kinder da, die das Wohnquartier auch lebendiger machen. Auch als Mieter einer Wohnung fühle ich mich von den LKWs mitten in der Nacht aus dem Schlaf gestört. Von mir aus wäre es gut Unterschriften zu sammeln und diese Strasse für gewerblichen Verkehr sowie Landwirtschaft gesetzlich zu sperren. Auch werden wir sehr viel donnerstags und freitags mit Gülle von Mansers auf der Wiese beschüttet. Wie gesagt er wohnt an der Degersheimerstrasse und der Bauernhof liegt höher. Somit hat er den Genuss des Duftes nicht. Wie sagt man Geld regiert die Welt. Frage mich sowieso ob soviel Gülle der Umwelt schadet. Hoffe das in dieser Beziehung mal Gerechtigkeit herrscht. In dem der Bauer seine kleine Brücke selbst verstärken lässt, damit die LKWs zu seinem Bauernhof fahren können, ohne die enge Gehrenstrasse zu benutzen.

Hans Peter Zimmerli, Flawil

Zeit sich den Tatsachen zu stellen

Seit 1994 gaukelt uns das KVG vor, dass wettbewerbliche Massnahmen die Kosten im Gesundheitswesen dämpfen. Beseelt von diesem Glaubenssatz Gesundheitsökonomen entwickelten entsprechende Spitalstrategien. Diesen stimmten Regierungen, Parlamente und das Volk zu. In St.Gallen steht diese Strategie vor dem Scheitern. Deshalb sucht der Kantonsrat Schuldige und betreibt Vergangenheitsbewältigung mit Vorstössen ohne Ende. Er würde sich besser der Tatsache stellen, dass das KVG ist gescheitert ist. Den Beweis dafür liefert das Obsan-Bulletin 3/2017: «Ob mit der Revision das Kostenwachstum mittel- und langfristig gebremst wird, lässt sich auf der Grundlage der vorliegenden Daten und Auswertungen noch nicht beurteilen». Erstens muss der Kantonsrat die eingesetzte Spezialkommission nun dazu zwingen vorauszuschauen. Zusammen mit Gesundheitsfachleuten aller Disziplinen muss sie Zukunftsszenarien entwickeln für Angebote, welche die Bevölkerung wirklich braucht zum Beispiel für Palliativpflege, Demenzpflege, pflegegeleitete Stationen zur Nachbetreuung nach Spitalaufenthalten, Angebote für Entlastung pflegender Angehöriger, Tagesstätten und -kliniken usw. Als Hebel zu verwenden ist dafür der im neuen Massnahmenkatalog des Bundesrates vorgesehene Experimentierartikel. Zukunftsträchtige Angebote sind für die betroffenen Regionen attraktiver, als ein herkömmliches Spital, über dem ständig der Pleitegeier kreist. Und zweitens muss sich die Nationale Politik endlich zu einer Gesamtrevision des gescheiterten KVG durchringen. Prämien- und Steuerzahler werden es danken.

Bruno Facci, Ganterschwil

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 21. Juni 2018, Seite 33 (34 Views)

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