E-Paper - 06. Dezember 2018
Wil
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Verschiedene Lesermeinungen:

KKS Keine Kritik im Sonderteil?

In den WN von letzter Woche gab es einen grossen Sonderteil über Karin Keller-Sutter. Dies ist sicher löblich, da Wil endlich eine eigene Bundesrätin hat und so unsere Interessen in der Exekutive auf Bundesebene vertreten werden. In dem mehrseitigen Sonderteil war jedoch trotz des vielen Inhaltes kein Platz für Kritik. Diese wurde nicht einfach nicht ausgesprochen, sondern wurde ganz bewusst nicht integriert. Als Präsident der JUSO Kanton St.Gallen wurde auch ich angefragt, einige Worte zu unserer zukünftigen Bundesrätin zu sagen. Auf die Rückfrage, ob diese auch kritisch sein dürfe, wurde mir dies leider verweigert, es gehe ja nur um die Repräsentation der Ostschweiz. Dies obwohl KKS als rechtsstehende Freisinnige genügende Kritikpunkte aufweist. Sie ist nicht nur gegen einen Ausstieg aus der Atomenergie und einen Vaterschaftsurlaub, sondern auch für ein höheres Budget für die Landesverteidigung und weniger Geld für die Umwelt. Ihre Politik richtet sich somit ganz klar gegen die 99 Prozent. Anscheinend ist die WN jedoch kein Ort für Kritik, was bei einer Zeitung dieser Reichweite nicht gerade für die journalistische Qualität spricht. Schade.

Timo Räbsamen, Wil

Anstatt 500'000 Franken hätten 180'000 genügt

Zur Info: An der Uzwiler Gemeindeversammlung wurde über 2 Anträge abgestimmt. Beim 1. wurde der Verlängerung des Radwegs Schwarzenbach-Industrie bis Stationsstrasse bis 2020 zugestimmt. Beim 2. ging es um eine Verlängerung von der Stationsstrasse bis Niederstetten. Nach meinem Votum samt den 2 Anträgen sah ich mich von Laurenz Wirth, Niederstetten, und Toni Frei, Uzwil, mit zwei prächtigen Wortmeldungen (danke!) unterstützt, was mich sehr freute. Bei der Abwicklung meines 2. Antrags erschien es mir wie in einem Schachspiel, bei dem es hart auf hart geht. Du machst einen schlechten Zug, und schon ist die Partie verloren! Der spielentscheidende Zug war wohl der, dass ich auf Lucas Keels Frage, wieviel denn das beantragte Radweg-Teilstück nach meinem Dafürhalten koste, «500'000 Franken!» nach vorne rief. Eigentlich sah das ganze am Anfang gar nicht übel aus. Weil beim Antrag 2 die Anzahl Ja-Hände wohl fast gleich schien wie jene der Nein-Hände, liess der Gemeindepräsident abzählen. Die langwierige Auszählung der Stimmen ergab dann im Verhältnis 2 zu 3 eine Ablehnung, allerdings enthielten sich rund 20 Prozent der Stimmenden. Als ich einen Strassenbau-Unternehmer um seine Meinung bezüglich Kosten bat, meinte er: 180'000 Franken würden wohl reichen (Radweg Länge 300 m, Breite 2,5 m: Baukosten 150'000 Franken, Landerwerb 10'000 Franken, Reserve 20'000 Franken). Es ist den Initianten ein Anliegen, einen Dank an all jene auszurichten, die an der Versammlung für ein Ja aufgestanden sind. PS: Vielleicht hat jemand von der Uzwiler Hochfinanz 180'000 Franken vorig. So quasi als verfrühtes Weihnachtsgeschenk.

Armin Benz, Uzwil

Menschgewordene Götter

In der Ausgabe der WN KW 48 versucht Peter Jakob aus Wilen wieder einmal mehr, mit einem Leserbrief seine «Wahrheit», seinen Glauben, seine persönliche Überzeugung, das christliche Glaubenskonzept allen Lesern aufzudrücken. Er ermuntert die Leser, sich z.B. die Frage zu stellen, ob sie bereit seien, wenn Jesus (wieder-)kommt. Es scheint erneut fast so, als hätte Herr Jakob noch nicht mitbekommen, dass es auch Religionen und Leser gibt, in deren Glaubenskonzept menschgewordene Götter inkl. Jesus keine Rolle spielen und somit nichts verloren haben. Leser, die mit dem christlichen Glaubenskonzept genauso wenig anfangen können, wie Herr Jakob mit dem hinduistischen Glaubenskonzept. Leser, auf die das christliche Glaubenskonzept, gemäss welchem ein vor 2000 Jahren verstorbener Wanderprediger ziemlich bald quasi vom Himmel herab wieder auf die Erde kommen soll, nicht weniger befremdlich, absurd und irrational wirkt, als das hinduistische Glaubenskonzept mit seinem Wiedergeburtsglauben.

Paul Meyenberger, Oberuzwil

Bürgerversammlung Uzwil / Unvollständiger Radweg in Niederstetten

Die Behandlung eines Antrags an der Bürgerversammlung Uzwil hat bei mir ungute Gefühle ausgelöst und wirft nun eine Frage auf. Es wurde der Antrag gestellt, in Niederstetten ein Teilstück des von den Bürgern vor längerer Zeit bewilligten Radweges nun möglichst rasch fertig zu stellen. Der Antrag wurde denn auch von den Anwesenden gutgeheissen. Der Gemeindepräsident erklärte dann, jeder Antrag brauche einen entsprechenden Kredit und forderte den Antragsteller auf, die Kosten für dieses Teilstück zu nennen. Dieser wurde durch die imperative Aufforderung auf dem linken Fuss erwischt und musste irgendeine Zahl nennen. Die genannte Summe von einer halben Million war sehr hoch, vom Gemeindepräsidenten selber bestätigt. Dieser «Kredit» wurde dann von den Bürgern auch bachab geschickt. Meine Frage an unseren Gemeindepräsidenten: Weshalb muss für eine Fertigstellung eines bereits bewilligten Projekts durch die Bürger noch ein zusätzlicher Kredit genehmigt werden? Ich danke für die Klärung dieser Frage.

Rosmarie Brüllmann, Niederuzwil

Keine Lust auf kalte Ohren

Ich bin ein seltener Gast in der Eishalle Bergholz in Wil. Das ich nicht öfter an einen Hockeymatch gehe, ist nicht dem EC Wil geschuldet. Der Eishockeyclub Wil unternimmt viel, um attraktiven Sport zu zeigen. Dies belegt der derzeitige Tabellen-Platz in der 1. Liga. Nebst der Absolvierung des Trainings- und Spielplans bemühen sich die «Bären», mit der Ausrichtung des Turniers «Weltklasse-Eishockey», attraktiven Hockeysport nach Wil zu holen. Leider muss ich feststellen, dass es dem EC Wil, trotz seiner positiven Leistungen, nicht gelingt, die Zuschauerränge zu füllen. Weshalb dies so ist, beantworte ich mit meinen eigenen Erfahrungen, die sich im Übrigen mit jener vieler anderer Sportfans zu decken scheint. Es ist nicht die sportliche Leistung, es ist die Kälte, welche die Menschen vom Besuch im Eisstadion Bergholz abhält. «Was nützt eine modern konzipierte Eishalle mit 1000 Sitz- und 400 Stehplätzen, wenn die Zuschauer frierend auf den Rängen sitzen müssen?» Diese Frage müssen sich die Betreiber der Sportanlage nicht nur gefallen lassen nein sie müssen sie analysieren und den Mangel beheben. Ich weiss, dass hohe Temperaturen der Qualität des Eises abträglich sein können. Ich weiss aber auch um die physikalischen Vorgänge zwischen Wärme und Kälte. Und ich bin mir bewusst, dass Eishockeyspieler eine Temperatur von 8° C über dem Eis bevorzugen. Solche Temperaturen sind für die Zuschauer auf den Rängen aber nicht zumutbar. Die Einrichtungen zur Beheizung der Halle aus der Abwärme, sind vorhanden. Sie müssen, wie dies in anderen Eishallen praktiziert wird, nur eingesetzt werden. Es ist nicht die Leistung des EC Wil und es sind nicht die technischen Voraussetzungen, welche die Zuschauer fernhalten. Es ist in erster Linie der Betreiber der Halle, der auf die Bedürfnisse der Zuschauer eingeht.

Peter Rüesch, Sirnach

Enttäuschende Bilanz für unsern Stadtrat

Der Wiler Stadtrat rühmt sich jährlich wiederkehrend mit seiner angeblich «guten Leistung» und benotet sich regelmässig mit einer 5-6. Wie zeigt sich die Wirklichkeit? Im Budget 2019 veranschlagt der Stadtrat Kosten für die Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonals (ohne Lohn-Nebenkosten und ohne Löhne des Lehrpersonals) von 23,085 Mio. Im Rechnungsjahr 2016 betrug dieser Aufwand noch 20,435 Mio. Dies bedeutet in drei Jahren eine Steigerung von 2,65 Mio. oder 13 Prozent, obwohl die Teuerung in dieser Zeit bei Null Prozent lag. In der gleichen Zeitspanne steigen die Kosten für Dienstleistungen von Dritten und Honorare für Externe (die bekannte Auslagerung von Stadtrats- und Verwaltungsaufgaben) von 5,110 Mio. im Jahr 2016 auf 7,035 Mio. im Budget 2019; eine Steigerung von 38 Prozent. Welcher private Betrieb würde das verkraften? Folgerung: eine sparsame und effiziente Führung sieht anders aus; ich würde dieser «Leistung» des Wiler Stadtrates und seiner Präsidentin deshalb die Note «ungenügend» geben.

Niklaus Sutter, Wil

Weitere Lesermeinungen finden Sie auf der Seite 16.

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 6. Dezember 2018, Seite 15 (26 Views)

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