E-Paper - 10. Januar 2019
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Nadine Landert zurück in Wil

Nadine Landert spielt im Stück «Achterbahn» der Bühne Thurtal einmal mehr die Hauptrolle. Sie wirkte bereits bei den Stücken «Idda von Toggenburg» und «D‘ Geierwally» mit. Im Interview spricht sie über Vergangenheit, Gegenwart und ihre Zukunft.

Wil Was empfinden Sie, wenn Sie an Ihre Auftritte in der Bühne Thurtal zurückdenken, in den Hauptrollen von «Idda von Toggenburg» und der «Geierwally»?

Ich schmunzle. Ich erinnere mich an die Premiere von «Idda von Toggenburg» als es in Strömen regnete und Idda auf dem Balkon stand. Mein Text war: «Welch wunderschöner Maientag…». Das Publikum brach in schallendem Gelächter aus. Es waren unglaublich schöne und intensive Zeiten, in denen ich schauspielerisch sehr viel gelernt habe und unbezahlbare Erfahrungen sammeln durfte dies noch vor der Schauspielausbildung. Zwar hatte ich damals schon während Jahren regelmässig Theater gespielt, aber nie in dieser Dimension. Alles war riesig: von der Tribüne bis hin zu meiner Nervosität. Diese Erfahrungen haben mich sehr gestärkt.

An was erinnern Sie sich sonst noch?

Ich erinnere mich auch, wie wir als Team eine unglaublich schöne Zeit erlebt haben, wie dieses Projekte uns alle verbunden hat und so auch Freundschaften entstanden, die bis heute anhalten, auch wenn man sich kaum sieht. Und natürlich erinnere ich mich gerne, wie ich in «Geierwally» anfangs Panik hatte vor dem Geier, ich hatte ihn dann aber richtig lieb gewonnen.

Wie haben Sie sich weiterentwickelt? Was machen Sie heute?

Man könnte sagen, ich habe von der grossen Bühne zum Kleintheater gewechselt. Ich habe die Liebe zum intimen Theater auf kleinen Bühnen entdeckt. Vor zwei Jahren habe ich die Schauspielschule abgeschlossen. In den letzten vier Jahren habe ich in diversen Produktionen in der freien Theaterszene gespielt, unter anderem in Zürich, in Chur und im Aargau. Mit «Achterbahn» von Eric Assous habe ich nun erstmals auch die Produktion eines Stückes selbst in die Hand genommen.

Verfolgen Sie noch, was die Bühne Thurtal macht?

Selbstverständlich verfolge ich die Entwicklung der Bühne Thurthal, seit ich selbst Teil von ihr sein durfte. Ich bedauerte es jeweils sehr, wenn ich die Produktionen nicht schauen konnte, weil ich selbst auf der Bühne stand. Es ist schön, jetzt wieder ein kleiner Teil davon zu sein wenn auch nur indirekt.

Warum muss man Ihr neuestes Stück «Achterbahn» unbedingt gesehen haben?

«Achterbahn» von Eric Assous schafft die perfekte Balance zwischen Unterhaltung und Tiefgang. Das Stück lädt den Zuschauer in eine Welt ein, in der er gleichzeitig lachen und sich berühren lassen kann.

Die Geschichte rund um die junge Frau, die mit einem älteren Herrn nach Hause geht, bietet aber vor allem eines: viele unvorhersehbare Wendungen. Ich habe selten ein Stück gesehen, welches mit derart vielen überraschenden Momenten aufwartet und damit bis zum Schluss spannend bleibt.

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn Sie wieder mal in Wil auftreten können?

Ich freue mich darauf, in einem völlig anderen Kontext in Wil spielen zu dürfen. Ich freue mich auf bekannte Gesichter im Publikum, aber vor allem einfach auch auf die Möglichkeit, das Stück «Achterbahn», welches mir sehr ans Herz gewachsen ist, noch einmal spielen zu dürfen und damit vielleicht auch dem einen oder anderen Zuschauer einen schönen Theaterabend zu bescheren.

Wo sehen Sie ihre weitere Zukunft?

Auf der Bühne. Zwar nicht nur, aber auch. pd/dek

www.tonhallewil.ch/achterbahn

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 10. Januar 2019, Seite 50 (12 Views)

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