E-Paper - 11. Juli 2019
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Rege Nachfrage nach Einfamilienhäusern

Unverändert gross ist in der Region St.Gallen das Interesse an Einfamilienhäusern. Fast wie überall in der Schweiz lässt das knappe Angebot die Zahlungsbereitschaft unentwegt steigen. Dies geht aus dem neuesten Immobilienbericht der St.Galler Kantonalbank (SGKB) hervor.

Kanton Die Verkaufspreise bewegen sich in einigen Gemeinden bereits weit über dem Durchschnitt. So lag im ersten Quartal dieses Jahres der Preis für ein mittelgrosses Objekt um 2,8 Prozent über dem Vorjahreswert, wobei fast sämtliche Gemeinden Wertzuwächse verzeichneten, vom steuergünstigen Mörschwil, wo die mittleren Verkaufspreise knapp zwei Millionen Franken erreicht haben bis hin zu eher peripheren Gemeinden wie Muolen, Andwil und Waldkirch. Gut erhaltene Einfamilienhäuser mit einem Verkaufspreis unter einer Million Franken gibt es in dieser Region kaum mehr zu erwerben. In den letzten zehn Jahren stiegen die Preise um 56,7 Prozent, während es schweizweit nur 34,6 Prozent waren.

Weniger Preissteigerungen bei den Eigentumswohnungen

Etwas anders liegt die Situation nach der SGKB bei den Eigentumswohnungen. Nachdem sich die Preise in der Region St.Gallen bereits im vergangenen Jahr leicht nach unten korrigiert haben, bewegen sie sich im Winterhalbjahr 2018/19 punktuell nach oben. Stabile Insertionsdauern, moderate Angebotsziffern und eine gleich bleibend hohe Zahl von Immobilientransaktionen deuten jedoch weiterhin auf eine rege Nachfrage hin. Innerhalb des Kantons St.Gallen ist der Markt nur im Linthgebiet angespannter. Gute Vermarktungschancen haben mittelgrosse Eigentumswohnungen mit einem Kaufpreis von rund 800‘000 Franken, wobei in dieser Preisklasse neben der Stadt St.Gallen auch Gemeinden wie Gossau, Goldach und Rorschacherberg sehr gesucht sind. Die Preise stiegen in der Region St.Gallen in den letzten zehn Jahren um 46 Prozent, während es schweizweit 39,5 Prozent waren.

Gesättigter Mietwohnungsmarkt

Allgemein ist zu sagen, dass sich die Finanzierungskosten für Wohneigentum immer noch auf sehr tiefem Niveau bewegen, was die Nachfrage weiterhin beleben wird. Doch bei der Investition in Mietliegenschaften ist nach der SGKB zu beachten, dass der St.Galler Mietwohnungsmarkt als gesättigt zu bezeichnen ist. Die umfangreichen Investitionen, die hier in den letzten Jahren getätigt wurden, haben das Wohnungsangebot deutlich stärker ansteigen lassen als die zusätzliche Nachfrage der Endnutzer. Bei den Büroflächen ist zu beachten, dass das Angebot an mietbaren Büroräumlichkeiten stark gewachsen ist. In der Stadt St.Gallen hat sich die Flächenauswahl innert Jahresfrist sogar fast verdoppelt. Preiszugeständnisse seitens der Vermieter sind nicht auszuschliessen.

In Appenzell-Ausserrhoden ist das Interesse am Wohneigentum unverändert hoch, stellt die SGKB zu dieser Region ebenfalls fest. Manchenorts entwickelten sich die Preise der gehandelten Objekte auch in den vergangenen Monaten wieder nach oben. Besonders hoch ist die Nachfrage im steuergünstigen Teufen, aber auch in Herisau, Speicher, Gais und Trogen. Franz Welte

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 11. Juli 2019, Seite 32 (5 Views)

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