E-Paper - 11. Juli 2019
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Fast komplett neuer FC Wil auf dem Platz

Von Michael Anderegg

Der FC Wil 1900 hat seinen Fans das neue Kader für die anstehende Saison präsentiert. Was auffällt: Viele neue Gesichter standen auf dem Platz und einige Identifikationsfiguren sind nicht mehr da. Und es fehlen noch Spieler.

Fussball In der IGP Arena stellte der FC Wil l sein aktuelles Kader der Bevölkerung vor. 18 Spieler wurden präsentiert. Der eine oder andere Neuzugang fehle noch, stellte Präsident Maurice Weber klar. Was auffällt: Vom Kader der letzten Saison ist nicht mehr viel übrig. Nicht weniger als 19 Spieler haben den Verein im Sommer verlassen. Der FC Wil wagt somit klar einen Neustart. Hauptverantwortlich dürfte hierfür der neue Trainer des FC Wil, Ciriaco Sforza sein. Dieser bringt eine neue Spielphilosophie und -idee mit nach Wil. Man will noch mehr auf junge Spieler setzen. Will «Frech, offensiv und mit Power» nach vorne spielen. Was diese Marschrichtung unterstreicht, ist die Tatsache, dass 13 der 18 Spieler im derzeitigen Kader U-Nationalspieler sind. Was sich dabei nicht ändern soll, ist eine starke Achse mit erfahreneren Spielern. Das sind Silvio, Nick von Niederhäusern oder auch Rückkehrer Philipp Muntwiler.

Schock: Lombi ist weg

Für besondere Aufregung sorgte die Meldung, dass Identifikationsfigur Sandro Lombardi nicht mehr für den Bergholz-Klub spielen wird. Er beendet seine Karriere per sofort. Die Entscheidung des 32-jährigen Captains sei aus sportlichen und privaten Gründen gefällt worden. Lombi, wie er liebevoll von den Fans genannt wurde, spielte acht Jahre für Wil und hatte eigentlich noch einen Vertrag bis Sommer 2020. Man habe sich in gutem Einvernehmen getrennt, sagte Maurice Weber während der Teampräsentation. Es gebe kein böses Blut und man habe immer offen miteinander kommuniziert. Schon im Frühling, nach dem Amtsantritt Sforzas wurde klar, dass er künftig sportlich nicht mehr auf Lombardi setzen wolle. «Wir werden auf deiner Position im Mittelfeld junge, freche Spieler mit Potenzial holen. Es wird darum schwierig für dich», gibt Sforza einen Teil des Gesprächs zwischen ihm und Lombardi wieder. Ihm sei wichtig gewesen, immer offen mit den Spielern zu reden. Das sei seine Art und am fairsten für alle, ist Sforza überzeugt. Sandro Lombardi war an diesem Abend nicht im Bergholz zugegen.

Spieler ohne Lösung

Fragezeichen gibt es derzeit noch bei einigen Spielern, die nicht bei der Teampräsentation anwesend waren, aber noch offiziell beim FC Wil sind. Sprich, die noch ohne neuen Verein dastehen. Dies sind unter anderem Ivan Audino, Enis Latifi, Sergio Cortelezzi, Etienne Scholz oder Eigengewächs Magnus Breitenmoser. Verhandlungen seien teils im Gange, sagte Maurice Weber. Spruchreif sei aber noch nichts.

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 11. Juli 2019, Seite 44 (14 Views)

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