E-Paper - 11. Juli 2019
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Plüss: «Das Eistraining darf auch im Sommer nicht fehlen, sonst starte ich wieder bei null»

Sommer, Sonne und Sport? Vielen Wintersportlern sind die hohen Temperaturen ein Dorn im Auge könnte man jedenfalls meinen. Deshalb fragen die WN in den kommenden Wochen nach, wie sie sich in den warmen Monaten fit halten. Heute im Interview: Eiskunstläuferin Juliana Plüss.

Jonschwil Juliana Plüss, wie lange dauert die Sommerpause als Eiskunstläuferin?

Die Hauptsaison endet jeweils im März. Bis anfangs April habe ich aber die Gelegenheit, während der Nachsaison in den gewohnten Eishallen in Wil, Uzwil und St.Gallen zu trainieren. Danach, wenn die Eishallen in der Umgebung schliessen, weiche ich nach Herisau aus. Denn dort gibt es, bis auf drei Wochen in den Sommerferien, das ganze Jahr über Eis.

Demnach gehört das Eistraining auch im Sommer dazu?

Genau. Durch die tolle und nahe Möglichkeit in Herisau fällt das Training auf dem Eis über den Sommer kaum weg. Während den Ausfallwochen werde ich einige Tage im Trainingslager in Flims inklusiv Eistraining verbringen. Dort kann ich von einem russischen Spitzentrainer profitieren.

Also gar keine Ferien?

Doch, insgesamt mache ich etwa zwei Wochen Trainingspause.

Weshalb ist denn das Eistraining ein solch wichtiger Bestandteil?

Weil die Saison anfangs September bereits wieder startet. Ab Ende September finden Wettkämpfe statt, mit welchen man sich für die Schweizermeisterschaft qualifizieren kann. Den ersten Wettkampf werde ich im Oktober in Bellinzona haben. Bis dahin müssen Kurzprogramm und Kür sitzen. Aus diesem Grund kommt eine längere Pause nicht in Frage. Sonst würde man wieder bei null beginnen. Und Ziel ist es ja, stärker in die neue Saison zu starten.

Wie viel Mal trainieren Sie aktuell auf dem Eis?

Im Moment bin ich etwa vier Mal die Woche auf dem Eis. Manchmal kommen Zusatztrainings am Wochenende dazu. Ausserdem gehe ich zwei Mal die Woche ins Tanzen: Ballett und Latin-Paartanz. Auch jogge ich ab und an, absolviere Home-Workouts oder Mentaltrainings. Diese Trainingseinheiten sind gute Ergänzungen.

Und während der Hauptsaison?

Da besuche ich das Training sechs Tage die Woche. Ein Tag dient der Pause, wobei ich da jeweils einen Tanzkurs belege.

Also nicht viel mehr als im Sommer. Nimmt die Leistung trotzdem ab?

Jaein (schmunzelt). Im Sommer werden hauptsächlich neue Elemente für die kommende Saison erlernt. Die Kondition nimmt rasch ab, was man beim Durchlauf der Kür schnell merkt.

Als Eiskunstläuferin sind sie sich an die Kälte in den Eishallen gewohnt. Wie kühlen Sie sich bei dieser Hitze ab?

Oftmals kühle ich mich in Seen ab, indem ich ins erfrischende Wasser springe. Und zwischendurch gönne ich mir auch einmal ein Eis, also zum Essen (lacht). ila

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 11. Juli 2019, Seite 44 (5 Views)

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