E-Paper - 11. Juli 2019
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Badi-Flawil: Restaurant-Pächter fordern den Dialog

Von Lui Eigenmann

Nach der heftigen Kritik am Essensangebot und an der schlechten Stimmung in der Badi Flawil reagieren nun die Gastro-Verantwortlichen und kündigen mehrere Veränderungen in der Infrastruktur an.

Flawil/Oberuzwil Es war starker Tobak, den die Gastro-Verantwortlichen der Badi Flawil in der vergangenen Woche schlucken mussten (WN, 5. Juli «Badi Flawil: Vom Hot Dog bis zu den Parkplätzen alles steht in der Kritik»). Die Hot Dogs seinen ungeniessbar, das Ambiente am Kiosk unfreundlich und die Preise zu hoch, berichteten einige der Gäste. Und auch, dass man sich sogar schon überlegt habe, den Pizzaservice in die Badi zu bestellen.

Zu viele Veränderungen

Als Restaurant-Pächter waltet seit diesem Jahr in der Badi Flawil neu die Meet Eat & Talk GmbH. David Dudli, einer der drei Geschäftsführer, macht die Kritik der Badegäste nachdenklich. Es motiviert den gelernten Koch aber auch. Für ihn ist klar, in diesem Jahr kommt in der Badi Flawil mit den vielen Veränderungen auch sehr viel zusammen. Die Kritik am Badirestaurant will er auch gar nicht schönreden: «An diesem einen Mittwoch waren wir schlicht und einfach schlecht vorbereitet und deshalb auch zu langsam mit der Bearbeitung der Essensbestellungen. Die Qualität war dementsprechend schlecht. Dafür haben wir uns auch bereits im letzten Artikel entschuldigt.» Man lege grossen Wert auf Qualität und kriege oft auch positives Feedbacks von Restaurantgästen.

Direktes Feedback ist gewünscht

David Dudli führt die WN durch die Küche der Badi Flawil. Er öffnet jeden Schrank und erklärt, wo die Zutaten herkommen: «Hier kommt alles aus der Schweiz. Wir machen die Burger, den Eistee und sogar die Kuchen selbst.» Auf den Vorwurf eines Gastes, in Zeiten, in denen der Klimawandel ein grosses Thema sei, werde alles in Wegwerfgeschirr angeboten, zückt Dudli einen Becher: «Unser gesamtes Geschirr und Besteck beziehen wir teuer bei der Firma Handelsgrün. Auch wenn Plastik günstiger wäre, ist uns in dieser Beziehung jeder Rappen wert.» Die Badi-Gäste in Flawil fordert Dudli zum Dialog auf: «Wenn wir etwas falsch machen, kann man uns das gerne sagen und wir bieten Hand. Wir wollen ja zufriedene Gäste. Wenn wir aber von nichts wissen, können wir auch nicht reagieren.»

Rollläden werden repariert

Die Kritik gerade in Flawil beschränkt sich aber nicht nur auf das Essen, sondern auch auf die Atmosphäre rund um den Kiosk. So würden nicht einmal die Rollläden ganz nach oben gefahren, moniert etwa Naja Thürlemann. «Das haben wir kurz nach dem Bericht schon behoben. Die Rollläden waren kaputt und liessen sich schlicht nicht weiter nach oben fahren», erklärt Dudli. Just als die WN vor Ort waren, wurden auch noch neue Pflanzen geliefert. Mit denen wollen die Pächter die Atmosphäre rund um den Kiosk verbessern. «In keiner Badi gibt es so viele Pflanzen wie hier in Flawil, ich weiss nicht ob das die Leute nicht wahrnehmen wollen», so Dudli nachdenklich.

Gastro-Angebot bleibt gleich

An ihrem Essensangebot hält die Meet Eat & Talk GmbH auch nach der Kritik weiter fest. Auch der kritisierte Hot Dog bleibt auf der Speisekarte: «Bei vielen Kindern kommt dieser Hot Dog sehr gut an und ist für diese ein Hit.» Dass es das Ketchup oder den Senf nicht direkt ins Brot gibt, sondern in Plastikbeuteln dazu gebe, habe mit der Hygiene zu tun. Eine Kritik geht an Dudli dann aber doch nicht spurlos vorbei und zwar die an seinem Personal, welches total unfreundlich und unmotiviert sei, wie eine Leserin der WN schreibt. «Für meine Crew lege ich die Hand ins Feuer. Unser Personal ist freundlich und aufgestellt.» Der Pächter bleibt zuversichtlich: «Ich hoffe, wir finden mit allen Gästen in den nächsten Wochen einen guten Konsens, damit sich alle wohlfühlen können.»

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 11. Juli 2019, Seite 7 (6 Views)

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