E-Paper - 11. Juli 2019
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Weitere Gnadenfrist für Landhausareal

Eigentlich hätte das Landhausareal Ende 2018 geräumt werden sollen. Doch ein halbes Jahr später brennen in den Liegenschaften noch immer die Lichter. Facebook-User vermuten illegale Aktivitäten. Doch Stefan Schreiber von Mettler2Invest erklärt, was wirklich los ist.

Wil Erst hiess es, alle Mieter auf dem Landhausareal müssen bis Ende 2018 ausgezogen sein (WN vom 22. November 2018: «Das Landhausareal wird geräumt»). Dann, einen Monat später, wurde bekannt, dass das Mietverhältnis von Sascha Syla bis zum 30. Juni 2019 verlängert worden war (WN vom 20. Dezember: «Mitten in Wil: Der Park der Anstösser»). Doch heute, zwei Wochen nach Ablauf dieser Frist, brennt sowohl in der Schmitte als auch in der Pizzeria im Steinbock noch Licht. Auf der Facebookseite «Du bisch vo Wil wenn ...» wird deshalb gemutmasst, dass die Betreiber ihre Geschäfte einfach illegal weiterführen.

Verträge verlängert

Dem ist aber nicht so, wie Stefan Schreiber klarstellt. Er ist Projektverantwortlicher bei Mettler2Invest und zuständig für die Überbauung, die auf dem Landhausareal entstehen soll. «Wir haben die Verträge der Mieter bis Ende 2019 verlängert», sagt er. Grund für die Kündigungen vom letzten Jahr waren marode Elektroinstallationen, die nicht mehr dem Standard entsprachen. «Für uns war einfach klar, dass wir nicht mehr in die Liegenschaften investieren wollen», so Schreiber. Die Mieter hätten jedoch die nötigen Änderungen selbst vorgenommen. Somit stand einem verlängerten Betrieb nichts im Wege. Zumal ein Baubeginn derzeit immer noch nicht absehbar ist. Das auch wegen der durch den Kanton St.Gallen zurückgewiesenen Gesamtrevision des Zonenplans.

Rekursverfahren läuft noch

Letzte Woche wurde bekannt, dass das Baudepartement des Kantons St.Gallen die Rekurse bezüglich der Wiler Zonenplanrevision stützt. Dieser Entscheid könnte auch Auswirkungen auf die Überbauung auf dem Landhausareal haben. «Wir klären derzeit juristisch ab, ob eine Auflage unseres Gestaltungsplans auch möglich ist, wenn der Zonenplan noch einmal geändert werden muss oder der Stadtrat den Entscheid ans Verwaltungsgericht weiterzieht», erklärt Schneider. Grundsätzlich sind die Parzellen des Projekts von Mettler2Invest durch die Revision des Wiler Zonenplans nicht betroffen. Trotzdem kann dessen Ausgestaltung das Projekt tangieren. Denn die Stockwerkanzahl im Gestaltungsplan von Mettler2Invest ist an der oberen Grenze. «Das funktioniert nur, wenn die angrenzenden Zonen auch aufgestockt werden», so Schreiber. Bevor es jedoch überhaupt zu einer Änderungsauflage des Gestaltungsplans kommt, muss sich Mettler2Invest mit den eigenen Rekurrenten einigen. Man befinde sich auf gutem Weg, sagt der Projektleiter hierzu. Der Entscheid des Stadtrates zum weiteren Vorgehen bezüglich des Rekursentscheides des Kantons wird in den kommenden zwei Tagen erwartet. Derzeit laufen noch die letzten Abklärungen, heisst es von Seiten der Stadt.kim

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 11. Juli 2019, Seite 11 (2 Views)

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