E-Paper - 11. Juli 2019
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Das Architektbüro skizzenROLLE in Kirchberg eröffnete im Jahr 2009 und beschäftigt fünf Mitarbeiter. Jüge Rüdlinger führt das familiäre Architektbüro. skizzenROLLE plant und realisiert Wohnraumunikate mit dem gewissen Etwas. Jedes Haus wird dabei auf die Bedürfnisse der Kunden massgeschneidert gebaut oder umgebaut. Vom Erstgespräch über die Materialisierung und Bauleitung bis zur Schlüsselübergabe haben Bauherren einen fixen Ansprechpartner, der sehr viel Wert auf Persönlichkeit, Ehrlichkeit und Transparenz legt.

Kirchberg Wie sieht Ihr Morgenritual aus und wie viel Kaffee trinken Sie dazu?

Um 7.00 Uhr stehe ich in der Regel auf und esse was Kleines. Etwa um halb acht mache ich mich dann zu Fuss auf den Arbeitsweg und begleite dabei meine kleine Tochter noch ein Stück weit zur Schule. Den ersten Kaffee nehme ich in der Regel mit einem Gipfeli zum «Znüni».

Um welche Zeit starten Sie in den Feierabend und was tun Sie davor als Letztes?

Gewöhnlich arbeite ich bis zirka 19.30 Uhr. Bei hohem Arbeitsvolumen kann es aber schon mal in die Nacht gehen. Als Letztes tausche ich meine «Computer-» mit der

normalen Brille und schaue, ob alles gelöscht und geschlossen ist.

Welche Eigenschaften braucht ein guter Chef?

Er sollte authentisch, empathisch sowie ein guter Beobachter und Teamplayer sein, der Verantwortung abgeben und Vertrauen schenken kann, bei Kritik nicht persönlich wird und seine Mitarbeiter und Firma weiterentwickelt.

Wie punkte ich im Bewerbungsgespräch bei Ihnen und was geht gar nicht?

Wer sich nicht verstellt und gibt wie er ist und sich im Vorfeld intensiv über die Firma informiert, hat schon mal gute Karten. Etwas Nervosität ist auch wichtig, da es ansonsten für denjenigen meiner Meinung nach nicht von Bedeutung wäre. Unpünktlichkeit hingegen ist für mich bereits ein erster Vertrauensbruch.

Womit langweilt man Sie am meisten?

Für Smalltalk und Gelästere bin ich der Falsche.

Wenn Sie eine berühmte Persönlichkeit egal ob lebendig oder tot treffen dürften. Wer wäre es und warum?

Steve Jobs. Um von einem hartnäckigen Visionist, mit Spürsinn fürs Detail, ohne dabei das Ganze aus den Augen zu verlieren, etwas zu lernen.

Was würden Sie heute anders machen, wenn Sie nochmals am Start einer Führungsposition wären?

Ich würde den Start weiter nach vorne schieben.

Wie oft schläft man als Chef unruhig und wieso?

Vor dem Einschlafen geht einem sicherlich noch der eine oder andere Gedanke zum Geschäft durch den Kopf. Unruhig schlafen werde ich aber erst, wenn es der Familie, Firma oder einem meiner Mitarbeiter nicht gut geht.

Was war früher Ihr liebstes Schulfach und warum?

Zeichnen. Weil es mir leicht von der Hand ging und das Lernen nicht anstrengend war.

Welchen Beruf haben sich Ihre Eltern für Sie vorgestellt?

Meine Eltern hatten keine konkreten Pläne für mich. Sie haben mich in dem, was ich tue, immer unterstützt und mir den Raum gegeben, meinem eigenen Weg zu folgen.

Welches ist der wichtigste Rat, den Sie je erhalten haben?

Seinem Herzen zu folgen und dabei fleissig, aufrichtig und ehrlich zu sein.

Welche Erfahrungen aus Ihrer Ausbildungszeit sind für Sie heute noch aktuell?

Wie wichtig Teamwork ist. Zusammen geht es einfacher und schneller.

Als was würden Sie am liebsten wiedergeboren werden?

Büffel war ich schon, das Nächste wäre wohl ein Adler, damit ich beim nächsten Mal Menschsein keine Flugangst mehr habe.

Wer soll, als nächster Kandidat diese Fragen beantworten?

Bruno Brühwiler, Schreinerei Erwin + Bruno Brühwiler AG aus Wiezikon. Wir arbeiten schon seit Jahren gerne mit ihm zusammen und haben von unseren Kunden ausschliesslich positive Rückmeldungen zu seiner Arbeit.

Was würden Sie von andern Chefs gerne wissen?

Wie viel Prozent der Arbeitszeit noch kundenbezogen ist? Ich habe das Glück, dass ich noch zu ca. 85 Produzent produktiv arbeiten darf. Antwort zur letzten Frage von Lukas Etter: Da ich immer noch produktiv am Arbeitsprozess beteiligt bin, sehe ich mich nicht als Chef sondern viel mehr als ein Teil des Teams. Wie ein Fussballspieler der nun Captain geworden ist. Leader und Vorbild ist man oder nicht, da ändert für mich auch eine Captainbinde nichts. fst

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 11. Juli 2019, Seite 13 (14 Views)

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