E-Paper - 11. Juli 2019
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Durchzogene Saison: Trainer-wechsel beim SC Aadorf

Von Kurt Lichtensteiger

In der kommenden Saison wird Patrick Bitzer die Drittliga-Mannschaft nicht mehr als Cheftrainer betreuen. An dessen Stelle tritt der bisherige Assistent Fabio Staffieri, unterstützt von Mirco Meier.

Fussball Die 76 Versammlungsteilnehmer nahmen den Rücktritt von Patrick Bitzer, Trainer und Sportchef in Personalunion, mit nicht geringer Überraschung entgegen, auch wenn die sportliche Ausbeute aus der vergangenen Saison nicht unbedingt für eine Weiterverpflichtung sprach. Sein Engagement für den Verein und seine Fussballkenntnisse waren allerdings unbestritten. Mit dem 5. Tabellenrang wurden indessen die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt. Bitzer führte dafür vielfältige Gründe ins Feld, so unter anderem die mangelnde Einstellung vereinzelter Kaderspieler und die unterdurchschnittliche Trainingspräsenz bis letztlich hin zum fehlenden Rückhalt seitens einiger junger Spieler.

Eine neues Duo

Als Knackpunkt bezeichnete er das Spiel gegen den Absteiger Bütschwil, wo der SCA nach einer 1:2 Pausenführung noch mit 7:3 sozusagen unterging. Eine genauere Analyse der abgelaufenen Saison und mögliche Anpassungen stellte Bitzer, der bis auf Weiteres Sportchef bleibt, in Aussicht. Mit den einheimischen Fabio Staffieri als Cheftrainer und Mirco Meier, spielender Assistenztrainer und gleichzeitig A-Juniorentrainer, hat der SCA-Vorstand eine geeignete clubinterne Lösung präsentieren können. Das Trainerduo ist im Besitz der nötigen Diplome und wird mit einem Kader von 23 Spielern in die neue Saison starten. Den Wechseln von Alessio Russo und Max Ammann zum FC Frauenfeld sowie Fadil Goli und Xhe Sacipi zum FC Witikon steht der Zuzug von Michel Egli (Bassersdorf) und Sandro Stalder (Frauenfeld) gegenüber. Sechs Junioren aus der eigenen Juniorenabteilung kommen dazu, so dass das zweifellos vorhandene spielerische Potenzial nur einen geringen Abstrich erfahren dürfte.

Sportliche Talfahrt stoppen

Präsident Hans-Joerg Schaub, in seinem 24. Amtsjahr, mochte sich nicht an eine gesamthaft gesehen derart enttäuschend verlaufene Saison erinnern: Die 2. Mannschaft konnte dem Abstieg in die 5. Liga nicht entgehen und die 3. Mannschaft zerriss auch keine Stricke, wovon der letzte Platz zeugte. Für einen Lichtblick sorgten einzig die A-Junioren, die dank bemerkenswert wenigen Strafpunkten in die höhere Stärkeklasse aufstiegen. Die B- und Ca-Junioren hingegen konnten einen Abstieg nicht verhindern, wobei festgehalten werden muss, dass beide Teams in der «Promotion» agierten, wo das Niveau hoch ist. Die beiden D-Juniorenmannschaften reihten sich gar ganz zuhinterst ein. Nach dem Rücktritt zweier Juniorenobmänner wurden nun die Aufgaben einer sechsköpfigen Sportkommission zugeteilt. Fachlich ausgewiesene Personen mit Beraterfunktion sollen für neuen Schwung im Nachwuchsbereich sorgen. Das Projekt sei bereits gut angelaufen und verspreche für die Zukunft eine positive Entwicklung im Juniorenbereich.

Starke Senioren

Deutlich erfreulicher lief es bei der «älteren Garde». Die Senioren 30+ und 40+ erfüllten die Erwartungen und schafften nach der Vorrunde die angestrebte Meisterklasse. Um allen, auch älteren Spielern, Gelegenheit zur Ausübung ihres Lieblingssports zu bieten, wurde gar die Bildung einer Plauschmannschaft in Aussicht gestellt. An moralischer und finanzieller Unterstützung seitens der SCA-Supportervereinigung fehlt es auch nicht. Diese ermöglichte den Kauf eines Rasentraktors, bisher im Besitz der Schule Wittenwil. Ein Clubangehöriger mäht zukünftig den Platz 3 in Eigenregie, derweil der Roboter die Rasenpflege der beiden anderen Plätze übernimmt.

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 11. Juli 2019, Seite 41 (3 Views)

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