E-Paper - 11. Juli 2019
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Fussballcamp: Der Mann im Hintergrund

Zum 15. Mal gastiert in der ersten Sommerferienwoche das Axpo Fussballcamp in Aadorf. Zum 15. Mal ist auch Peter Mauron als unverzichtbare Unterstützung dabei.

Fussball Seit Montag tummeln sich 130 begeisterte Kinder im Alter von 5 bis 16 Jahren auf den Fussballplätzen «Unterwiesen» in Aadorf. Sie dribbeln, passen, schiessen, flanken und jubeln, wenn sie ein Tor erzielt haben. Professionell angeleitet werden die Mädchen und Buben von 15 Übungsleitern, die neben der fussballerischen Ausbildung auch grossen Wert auf Respekt und Fairness legen. Verschiedene Trainings, eingestreute Wettbewerbe und musikalische Untermauerung sorgen für viel Abwechslung, Stimmung, Spass und Emotionen. Von morgens 10 Uhr bis abends gegen 18 Uhr ist der Ball im Zentrum. Es wird gerannt und gekämpft.

Eine Ferienwoche geopfert

In kurzen Erholungspausen wird getrunken oder die Zeit genutzt, sich mit Früchten zu stärken. Über Mittag trifft sich die Hundertschaft im Campzelt, wohin die Balterswiler «Krone» das Essen anliefert. Fleissige SCA-Mitglieder sorgen jeweils für einen reibungslosen Service. Im Organisationsteam nicht wegzudenken ist der Aadorfer Peter Mauron. Seit 15 Jahren ist er der Mann im Hintergrund, will aber seine Mitarbeit nicht überschätzen. Auch nicht, dass er sich bis zu seiner Pensionierung stets eine Woche Ferien nahm, um sich voll und ganz in den Dienst der Kinder zu stellen. Der technische Leiter Bernd Voss und der Adminstrator Stefan Huber, ehemaliger Schweizer Nationaltorhüter, sind des Lobes voll über den Standort Aadorf: «Hier in Aadorf finden wir schweizweit wohl die idealsten Voraussetzungen vor: Infrastruktur, Fussballplätze, Aufenthaltsräume sowie personelles Umfeld könnten kaum besser sein. Mit Peter Mauron ist zudem stets eine Ansprechperson vor Ort, was von unschätzbarer Bedeutung ist», sagen die beiden Vertreter von Pro Fussballevent GmbH. Gleichzeitig finden auch Lager in Vaduz und Crissier statt; übers Jahr sind es rund 40 Standorte.

Akklimatisiert und integriert

Wie sehr der ehemalige Profifussballer Bernd Voss das ländliche Aadorf schätzt, zeigt sich an seiner fast stetigen Präsenz. «Ich bin gerne hier, wo eben einfach alles stimmt.» Und sogleich wird sich der Deutsche wieder seiner Führungsaufgabe widmen, die er leidenschaftlich, lauthals und konsequent ausübt. Peter Mauron steht etwas verlegen daneben. So viel Wertschätzung ist ihm fast peinlich. Dabei kann der Sensler, der vor 30 Jahren seinen Heimatkanton Fribourg verlassen hat, auf seine Dienstfertigkeit stolz sein. Gleich nach seinem Wegzug hat sich der Mitarbeiter einer Auto-Importfirma dem SC Aadorf als fussballspielendes Mitglied angeschlossen, um danach als Seniorenobmann, Chef Infrastruktur, Materialverwalter und Platzwart verdienstvolle Funktionen auszuüben. Auch beim VC Aadorf hat er sich engagiert, sei es als Fahrer oder Mannschaftsbetreuer. Heute beschränkt er sich auf vereinzelte Kurierdienste. Mauron ist beileibe kein Heimweh-Fribourger. Beispielhaft hat er sich im Thurgau integriert, nicht zuletzt unterstrichen durch seine Mitgliedschaft im Einwohnerverein Aadorf, wo er sich nicht zu schade ist, auch dort seine tatkräftige Unterstützung anzubieten. Selbst sein ursprüngliches Senslerdeutsch hat er gegen den Thurgauer Dialekt eingetauscht. Mehr Adaption und Integration geht nun wirklich kaum. kuli

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 11. Juli 2019, Seite 42 (6 Views)

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