E-Paper - 13. Februar 2020
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Wegen Online-Shops und Einkaufstourismus: Finnshop in Wil muss schliessen

Der Ostschweizer Familienbetrieb Finnshop schliesst im Sommer seine Geschäfte in Wil und Frauenfeld. Die Gründe seien die Konkurrenz durch Online-Shops und dem Einkaufstourismus im grenznahen Ausland.

Wil Nach 45 Jahren schliesst das Familienunternehmen Finnshop diesen Sommer seine Geschäfte in den Altstädten von Wil und Frauenfeld aus wirtschaftlichen Gründen und stellt damit seine Geschäftstätigkeit ein. Dies teilt das Unternehmen gestern mit. «Online-Shopping, Einkäufe im grenznahen Ausland und bei Grossverteilern im Grünen sei Dank. Sinkende Preise aufgrund des hohen Preisdrucks und der damit verbundene Margenzerfall haben ihr übriges dazu getan», sagt Geschäftsführer und Inhaber Andreas Breitenmoser. Nun schliesst die Finn-shop AG aus eigenem Antrieb, frei von Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Geschäftspartnern.

«Werte haben kaum Bedeutung»

«Finnshop war und ist Pionier im Bereich natürlicher Massivholz-Oberflächen und hat über die Jahre viele Trends gesetzt», so Breitenmoser. Dass das Geschenk vom Kunden selbst verpackt werden muss, sei im Finnshop nicht in Frage gekommen, sagt Breitenmoser. «Ausserdem wurde der Finnshop vor zwei Jahren als bester Ausbildungsbetrieb der Schweiz in der Branche Haushalt ausgezeichnet. Leider sind das Werte, die nicht mehr allzu viel Bedeutung haben». Ab Freitag, 14. Februar bis vor den Sommerferien wird in den Finnshop-Geschäften in Wil und Frauenfeld ein Liquidationsverkauf durchgeführt. Dabei profitieren Kundinnen und Kunden von Rabatten auf das ganze Sortiment. Zudem nehme Finnshop auch noch Bestellungen auf bereits ausverkaufte Artikel an, heisst es in der Mitteilung.

Offen, was mit Läden passiert

Was mit den beiden Verkaufsflächen an der Grabenstrasse 2, am Eingang zur Wiler Alstadt und der Freiestrasse 2, im Herzen der Frauenfelder Altstadt passiert, ist momentan noch völlig offen, heisst es in der Mitteilung von Finnshop. Interessierte Personen dürften sich aber gerne an den Finnshop wenden, so der Geschäftsführer und Inhaber. Er wolle sich bei den vielen treuen Kundinnen und Kunden, die dem Finnshop über die vergangenen 45 Jahre die Treue gehalten haben, bedanken. «Wir hoffen, dass wir uns von möglichst vielen noch persönlich verabschieden zu können», sagt Breitenmoser. pd/mas

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 13. Februar 2020, Seite 9 (11 Views)

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